Studierendenwerk überrascht von Kritik an Rechtsberatung

Zu lange Wartezeiten und eine mangelnde Beratung in Prüfungsangelegenheiten hatte der Studierendenrat der Universität Erfurt der Rechtsberatung des Studierendenwerks Thüringen vorgeworfen. Dort ist man überrascht von der Kritik.

Update (14.11.2017): Nach Rücksprache mit der Erfurter Partnerkanzlei Pohl & Wittmann weist das Studierendenwerk Thüringen die Vorwürfe des Studierendenrats der Universität Erfurt zurück. „Termine werden innerhalb einer Woche, bei Dringlichkeit innerhalb von zwei bis drei Werktagen vergeben“, teilt Jana Gierschke, Abteilungsleiterin für Soziales und Kultur beim Studierendenwerk, mit. Bei den Beratungen werde zunächst die rechtliche Problematik geklärt und anschließend Möglichkeiten zum weiteren rechtlichen Vorgehen erläutert.

„Es gab und gibt keine Beschwerden von Studierenden“, sagt Jana Gierschke, Abteilungsleiterin für Soziales und Kultur beim Studierendenwerk Thüringen, auf Anfrage von UNIversal. Ebenso habe sich der Studierendenrat (StuRa) mit seiner Kritik bislang nicht an die Einrichtung gewandt. Der StuRa hatte bemängelt, dass es zu lange Wartezeiten bei der Rechtsberatung für Studierende gebe. Zudem existiere keine Stelle, die bei Rechtsstreits in Prüfungsangelegenheiten berät.

Das Studierendenwerk wolle sich nun bei der Erfurter Partnerkanzlei Pohl & Wittmann zu Wartezeiten und Beratungsinhalten erkundigen, so Gierschke. Es liege im Interesse des Studierendenwerks, dass die „Partneranwälte vor Ort zeitnah und unkompliziert Rechtsbeihilfe für die Studierenden leisten“.

Der StuRa plant hingegen, ab dem Sommersemester 2018 einen eigenen Finanztopf für Rechtsbeihilfe einzurichten. Dieser soll Studierenden eine professionelle Rechtsberatung in Universitätsangelegenheiten ermöglichen und sie im Klagefall unterstützen. Mit dem geplanten Angebot rechtfertigt die Studierendenvertretung unter anderem ihre Beitragserhöhung von sechs auf zehn Euro pro Semester.

Kommentar verfassen