Studierendenrat richtet Antidiskriminierungsstelle ein

Bisher befassten sich drei verschiedene Referate mit dem Thema Diskriminierung, jetzt hat der Studierendenrat der Universität Erfurt eine zentrale Anlaufstelle für Betroffene geschaffen.

In der Antidiskriminierungsstelle soll die Arbeit gebündelt werden, die bislang auf die Referate Internationales, Soziales und Hochschulpolitik verteilt war. Die neue Stelle soll es Betroffenen leichter machen, herauszufinden, an wen sie sich wenden können. Der Studierendenrat kann dann beratend zur Seite stehen und zum Beispiel Kontakt zu offiziellen Beschwerdestellen aufnehmen.

Die Einrichtung der Antidiskriminierungsstelle und des dazugehörigen Referats beschloss der Studierendenrat in seiner vergangenen Sitzung am Mittwoch, 24. Oktober. Er begründet den Schritt mit dem „enormen Rechtsruck“ in der Gesellschaft und damit, dass „es in den letzten Jahren vermehrt zu Anfeindungen, Über- und Angriffen oder Ähnlichem“ gekommen sei.

Zum Leiter des Referats wählte das Gremium Julian Degen, der bereits die Referate Hochschulpolitik und Internationales stellvertretend leitet. Er formulierte in der Sitzung das Ziel, nicht immer nur in Stellvertretung für die Betroffenen zu stehen. Vielmehr sollten diese für sich selber sprechen. „Wir müssen eine Atmosphäre auf dem Campus schaffen, in der Betroffene sich trauen, selbst das Wort für sich zu ergreifen“, sagte er.

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